Wir besetzen unser Aquarium

Die ökologische und artgerechte Haltung der Lebewesen sollte für jeden Aquarianer oberstes Gebot sein. Dadurch verbietet es sich automatische, einen "Rundschlag" in der nächstbesten Zoohandlung zu machen und die Fische nur nach Farbe und Schönheit auszuwählen. Ich habe schon viele Aquarien gesehen, in denen sich Afrikanische Buntbarsche neben südostasiatischen Sumatrabarben und südamerikanischen Guppys tummelten. Diese multikulturellen Lebensformen haben im Aquarium nichts zu suchen, die Ansprüche an Wasser, Temperatur, Nahrung und vieles mehr sind einfach zu unterschiedlich.

Nun stellt sich die Frage nach der Vergesellschaftung? Soll es ein Artenaquarium oder Gesellschaftsaquarium sein?

Das Gesellschaftsaquarium

ist ein Form des Aquariums, bei der eine mehr oder weniger große Zahl von Fischen verschiedener Arten gemeinsam gepflegt wird. wie bereits oben angesprochen, sollte man bei der Zusammenstellung nicht wahllos verfahren. Kein buntes Allerlei soll unser Gesellschaftsbecken beherbergen, sondern eine wohlüberlegte Gesellschaft von Tieren und Pflanzen. man sollte versuchen, die Herkunft der der Fisch- und Pflanzenart zu berücksichtigen, insbesondere auch den Gewässertyp, den sie in ihren Heimatgebieten vermutlich vorzugsweise bewohnen.

Das Artenaquarium

ist ein Aquarientyp, der es erlaubt, eine Fischart in allen ihren Lebensäußerungen zu beobachten. Das Kennzeichen des Artenaquariums ist, daß man sich auch in bezug auf deren Zahl eine größere beschränkung auferlegt. Das heißt keineswegs, daß die Fische immer einzeln oder paarweise gehalten werden müssen. Ist das Aquarium geräumig genug, kann man auch mehrere Paare der gleichen Art pflegen. Voraussetzung jedoch ist, dass der Charakter der Tiere dies zuläßt, was durchaus nicht immer der Fall ist. Ab und an, wenn genügend Raum zur Verfügung steht