Die Einrichtung

Das Einrichten des Aquariums will gut überlegt sein. Es bringt immer einige Wasserpanscherei und Unordnung mit sich. Darum ist hier eine gute Planung und Organisation unabdingbar. Auch sollte man genügend Zeit dafür einplanen. Ich habe hier einen kleinen Fahrplan zusammengestellt, wie man bei der Neueinrichtung eines Beckens günstigerweise vorgeht.

  1. das Aquarium wird an seinen Platz gestellt, genau ausgerichtet, von innen mit klarem Wasser blitzblank gereinigt. Als Unterlage empfielt sich eine spezielle Matte, die in jeder Zoohandlung erhältlich ist. Eine Wasserprobe kann einen Tag vorher vorgenommen werden, falls man sich von der Dichtigkeit sicherheitshalber im Vorfeld überzeugen möchte. Im Allgemeinen kann man aber davon ausgehen, dass industriell gefertigte Becken absolut dicht sind.
  2. sämtliche Einrichtungsgegenstände sind gründlich gereinigt, der Bodengrund durchgespült und steht bereit zum Einfüllen bereit.
  3. die technischen Geräte wurden sämtlich auf ihr einwandfreies Arbeiten geprüft, die notwendigen Schlauchanschlüsse, z.B. für die Durchlüftung und Filter, genau vermessen, und der elektrische Anschluß reicht bis ans Aquarium heran
  4. Pflanzen werden gesäubert, die Wurzeln beschnitten und werden, sortiert nach Art, von Wasser bedeckt in einer Schüssel oder Eimer aufbewahrt
  5. Sicherheitshalber stehen Eimer und Scheuerlappen bereit, falls es doch mal zu einer Überschwemmung kommen sollte
  6. da wir Fische erst nach einigen Wochen einsetzen, muss das Wasser nicht abgestanden sein

Jetzt kanns losgehen!

Sollen große Steine oder Höhlenaufbauten verwendet werden empfielt es sich, eine 1-2cm starke Styropor-Platte in das Becken zu legen. Diese ist auf keinen Fall für Fische und Pflanzen schädlich und schützt das Glasbecken vor punktuellen Belastungen oder bei umstürzenden Steinen. Auch eine dünne Schicht feinerer Steine kann schon unter die größeren Aufbauten eingebracht werden.

Nun ist es an der Zeit, den restlichen Kies oder Sand einzufüllen. Es sollte einen Höhe von ca. 10cm erreicht werden, dies ist äußerst wichtig, um einen guten und gesunden Pflanzenwuchs zu erreichen. Üblicherweise schafft man dabei ein Gefälle von hinten nach vorn.

Danach kann die Technik installiert werden: Heizung, Filter und die entsprechenden Leitungen können eingesetzt und befestigt werden. die Geräte können mit Dekorationsmitteln, z.B. Steinen, Holzteilen oder Pflanzen getarnt werden.

Im Anschluss daran werden die Pflanzen eingesetzt, hier gibts die Anleitung fürs richtige Pflanzen.

Nun kann nach einer genauen Sichtung vorsichtig das Wasser eingeleitet werden. Die Größe des Aquariums bestimmt dabei das Vorgehen, entweder per Eimer oder Kanister, bei großen Becken nimmt man dazu praktischerweise einen Wasserschlauch. Um ein Hochwirbeln des Bodengrundes zu reduzieren, kann man eine größere Schale in das Becken stellen und in diese das Wasser leiten. Keine Angst, es ist normal, wenn das Aquarium danach trotzdem trüb und unansehnlich aussieht, es braucht einige Tage, bis sich die aufgewirbelten Teilchen abgesetzt haben bzw. ausgefiltert sind.

Nach dem Einfüllen des Wassers wird die Schüssel wieder entfernt, die Geräte in Tätigkeit gesetzt. Zum schnelleren Start kann man Aquarienstarter zugeben. Dieser ist eine Lösung, die die nützlichen Nitrobacter-Bakterien enthält. Jetzt ist eigentlich nur noch Geduld gefragt, denn das Becken soll jetzt OHNE Fische ca. 4 Wochen einlaufen. Dazu muss der Filter, Heizung usw. immer in Betrieb sein. Vorteil dabei ist, dass sich die nützlichen Bakterien ausreichend vermehrt haben, der Filter eingelaufen ist und die Pflanzen bereits angegangen sind.