Die Technik im Aquarium

Filtertechnik

Würde man den alten Aquarianer-Grundsatz beachten, "ein fingerlanger Fisch auf 5l Wasser" bräuchte man theoretisch keinen Filter anwenden müssen, gesunder und dichter Pflanzenwuchs und ausreichende Beleuchtung vorausgesetzt. Doch in der Regel werden Aquarien meist überbesetzt, deshalb ist eine effektive Filterung nötig. Ein Filter arbeitet prinzipell wie die Selbstreinigung der Gewässer in der Natur. Er befreit das Wasser von Schwebstoffen und sorgt für einen Zirkulation des Aquarienwassers. Es ist mittlerweile bekannt, dass Filter nicht hauptsächlich zur mechanischen Filterung benutzt werden (Absaugen von Futterresten, Mulm etc), sondern in erster Linie zum Schadstoffabbau durch Bakterienkulturen, die mehr oder weniger gut in den Filtersubstraten leben können, benutzt werden.

Die notwenden Bakterien sind jedoch in einen frisch eingerichteten Aquarium noch nicht vorhanden, bilden sich erst nach über 4 Wochen. Durch Zugabe von Aquarienstarter läßt sich dieser Vorgang etwas beschleunigen. Daher gilt: ein frisch eingerichtetes Aquarium muss erst 4 Wochen ohne Fische einlaufen. Erst danach empfielt sich der Besatz. Chemisch betrachtet läuft in einem Filter folgendes ab: das Eiweiß wird in Polypeptide aufgespalten, dann weiter zu Aminosäuren. Diese werden weiter zu Ammonium/Ammoniak (pH Wert abhängig) und Kohlendioxid zerlegt. Anschließend erfolgt die bakterielle Oxidation durch Bakterien über die Stufe Nitrit zum Endprodukt Nitrat.
Ein fantastischer Ablauf, leider mit einem großen Minus: Ohne eine genügende Anzahl an Bakterien kann dieser Vorgang nicht richtig funktionieren. Deshalb ist dei Einlaufzeit erforderlich. Damit der Anteil dieser Endprodukte im Aquarium nicht permanent steigt, ist ein regelmäßiger Teil/wasserwechsel unerlässlich. Doch dazu mehr unter dem Punkt Pflege.

Abb. Produktvorschlag EHEIM Filter

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