Die Pflege des Aquariums

Es ist leicht, voller Euphorie ein neues Aquarium einzurichten. in den ersten Tagen wied es vielleicht auch ganz und gar unseren Wünschen und Vorstellungen entsprechen. Dann aber beginnen sihc, zunächste vielleicht fast unebmerkt, gewisse Veränderungen einzustellen, die wir zu Teil mit Genugtuung, zum Teil aber auch mit Mißbilligung feststellen. Lebewesen haben nun einmal die Eigenschaft, dass sie nicht im ursprünglichen Zustand verharren, sondern in wechselbeziehung zu ihrer Umgebung treten. Somit verändern sie sich und ihre Umwelt unablässig.

Die Ungeduld ist der größte Feind des Aquariums. Gewiß ist es verständlich, dass wir in allen Dingen so schnell wie möglich zum Ziel gelangen möchten. Die Pflanzen wachsen nicht schnell genug, und die neu gekauften Fische werden ermüdend langsam größer. Lassen Sie sich aber jetzt nicht dazu hinreißen, viel zu düngen und zu füttern! Denn: ein Übermaß ist immer schädlich. Es ist nicht gut, wenn wir uns unablässig an unserem Aquarium zu schaffen machen. Wir stören dabei nur den natürlichen Entwicklungsprozess der Tiere und Pflanzen. die Pflegemaßnahmen sollten daher auf das Notwendigste reduziert werden. Mit je weniger Handgriffen wir auskommen, um so besser. Wir sollten daran denken, daß jeder Eingriff eine Störung bedeuten kann, die den Fischen ihre Sicherheit nimmt und die pflanzen in ihrem Wachstum behindert.